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GEGENSÄTZE ZIEHEN SICH AN

Polarität bedeutet Gegensätzlichkeit.

Wir alle kennen den Spruch „Gegensätze ziehen sich an“ Und tatsächlich ist dies nicht nur eine Redensart. Es steckt ein Sinn dahinter. Und zwar das Polaritätsgesetz.

Ich bin mir sicher, dass nur wenige diesen Begriff schon einmal gehört haben. Ich bin auch erst durch Zufall auf dieses Gesetz gestoßen.

Und zwar bin ich ein großer Fan von Büchern der Autorin Alexandra Stross. Die gebürtige Salzburgerin ist Autorin, Tierärztin, Vortragende und Trommelcouch.
In ihrem Buch „No Drama“, welches ich euch wärmstens empfehlen kann, bin ich zum ersten Mal auf das Polaritätsgesetz aufmerksam geworden.

Um ehrlich zu sein habe ich vorher große Zweifel daran gehabt, dass sich Gegensätze tatsächlich anziehen. Denn gerade in einer Partnerschaft ist es doch von Vorteil dieselben Interessen und Eigenschaften zu teilen, oder?

Okay, meine Zweifel an dem Gesetz stehen eigentlich im Wiederspruch zu meiner eigenen Beziehung. Mein Mann und ich sind tatsächlich grundverschieden. Ich kann euch einige Beispiele nennen: Er ist in Sachen Ordnung ein kleiner Chaot, ich hingegen bin fast penibel ordentlich. Er denkt eher rational, ich dagegen lasse mich meistens von meinen Gefühlen leiten. Sogar unsere Berufe sind grundverschieden. Er arbeitet körperlich und könnte sich niemals vorstellen einen Büro Job zu haben. Ich bin Grafik-Designerin und arbeite im Marketing Bereich. Sprich, ich bin fast ausschließlich am PC beschäftigt. Ich könnte noch zahlreiche weitere Beispiele nennen, die uns beide sehr stark voneinander unterscheiden. Aber im Endeffekt ergänzen wir uns gerade dadurch perfekt. Erst gestern haben wir unseren 5. Hochzeitstag gefeiert 🙂

Aber kommen wir nun konkret zum Polaritätsgesetz.

„Das Gesetz der Polarität besagt, dass alles in dieser Welt zwei Pole hat und braucht. Weiblich ist ohne Männlich nicht erfahrbar, Schönheit nicht ohne Hässliches, Tag nicht ohne die Nacht, Anspannung nicht ohne Entspannung.“ Quelle: http://secret-wiki.de

Sprich, alles im Leben braucht einen Gegenpol um vollständig zu sein. Dieses Gesetz ist wirklich sehr simpel, aber enorm wirksam. Wenn man es verstanden hat, beginnt man viele Dinge in seinem Leben mit ganz anderen Augen zu betrachten. Dies erspart uns oftmals eine Menge Leid. Denn wir alle kennen sie. Situationen, welche wir lieber nicht in unserem Leben gehabt hätten. Eine Solche Situation kann beispielsweise eine plötzliche Kündigung sein, oder auch eine einseitige Trennung des geliebten Partners. Meistens ziehen uns solche Ereignisse sehr stark runter. Oftmals belasten sie uns sogar noch Jahre später. Weil wir den Sinn dahinter nicht verstehen können. „Warum muss so etwas immer mir passieren?“ Diese Frage stellen wir uns. Somit verfallen wir in Selbstmitleid, anstatt anzufangen darüber nachzudenken, ob es nicht einen Grund dafür gibt.

Ich teile die Meinung der lieben Alexandra Stross, dass es keine Zufälle im Leben gibt. Alles passiert aus einem guten Grund. Nur können oder wollen wir diesen Grund meist nicht nachvollziehen. Wenn wir dies täten, könnten wir in noch so schwierigen Situationen etwas Positives erkennen. Dieser Prozess ist enorm wichtig, denn sobald wir anfangen in allen Dingen auch immer etwas Positives zu sehen, desto mehr Positives wird automatisch in unser Leben gezogen. Aber dies ist wieder ein anderes Thema, dem ich gerne einen gesonderten Beitrag widmen würde.

Zurück zum Gesetzt der Gegensätzlichkeit.

Die Bedeutung ist uns nun bekannt. Aber wie können wir dieses Gesetz aktiv in unser Leben integrieren?

Ganz einfach, indem wir die Geschehnisse in unserem Leben stets aus dem Blickwinkel der Polarität betrachten. Ich gebe euch ein Beispiel aus meinem Leben.
Wie bereits öfters erwähnt, bin ich in fast allen Lebenslagen eine (manchmal unausstehliche) Perfektionistin. Auch in Bezug auf Pünktlichkeit. In meinem ganzen Leben bin ich noch nie zu spät zur Arbeit gekommen. Und auch bei allen anderen Terminen bin ich meist überpünktlich. Ich habe neulich einen lustigen Satz bei Facebook gesehen, der hieß:

„Pünktliche Menschen verbringen eine lange Zeit ihres Lebens damit zu warten“.

Und das ist wirklich so. Ich musste wegen meiner Pünktlichkeit schon so viel Zeit mit Warten vergeuden 🙂 Was sich übrigens mega beißt mit meiner zweiten schrecklichen Eigenschaft, „Ungeduld“…

Aber gut, sei´s drum. Auf jeden Fall, schickt mir das Leben so lange ich denken kann immer Menschen, die wahnsinnig unpünktlich sind. Ich bin wortwörtlich umgeben von unpünktlichen Menschen. Ob nun in meiner Familie oder im Freundeskreis. Und nie konnte ich verstehen, warum dies so ist. Seit ich aber das Polaritätsgesetz kenne, weiß ich genau woran es liegt. Nämlich um meine Pünktlichkeit auszugleichen. Quasi damit es nicht aus dem Ruder gerät 😉 Und seit ich dies begriffen und verinnerlicht habe, sehe ich es auch nicht mehr so dramatisch. Ich versuche sogar mir den Druck des immer pünktlich sein, zu nehmen. Zum Beispiel fange ich bei einem Treffen mit Freunden, später als gewohnt an, mich fertig zu machen. Und siehe da, es entsteht ein Gleichgewicht. Eine Balance. Meine Freunde werden unbewusst pünktlicher.

Wie kann das sein, habe ich mich gefragt? Ich habe ihnen nie von dem Gesetz erzählt. Es funktioniert einfach.

Wenn ihr mir nicht glaubt, versucht es doch einfach selbst mal. Nehmt die Eigenschaft oder Situation aus eurem Leben, die euch mega nervt oder sogar belastet. Und nehmt den Druck heraus.

Wenn du zum Beispiel sehr eifersüchtig bist. Dein Partner hingegen überhaupt nicht. Und es deswegen ständig Streit gibt, weil du denkst, er provoziert dich, indem er mit anderen Frauen flirtet. Dann versuche etwas weniger eifersüchtig zu sein. Mache dir klar, dass er dir immer Fremdgehen könnte, wenn er wollte. Du kannst an dieser Tatsache nichts ändern (Punkt) Nimm seine „flirty“ Art einfach hin. Und du wirst sehen, er wird dir automatisch und unbewusst weniger Anlass geben, eifersüchtig zu sein.

Wenn man das Gesetz der Polarität kennt und anwendet, kann man so einiges retten und wiederherstellen. Try it out 🙂

Viel Spaß dabei, Eure

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