Bewusstsein Spiritualität

LASS LOS

Puhh, Loslassen. Ein großes Thema.

„Wenn du fliegen willst, musst du die Sachen loslassen, die dich runterziehen.“ – Toni Morrison

Loslassen und Aufgeben?! Dasselbe oder doch nicht?

Ein Thema, was uns alle mal beschäftigt. Nicht aufgeben nur loslassen, es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen loslassen und aufgeben. Einen riesigen.

Wir geben auf…aus Angst, Unsicherheiten und schränken unser Leben komplett ein.

Oder wir lassen los…im Glauben an Uns selbst und befreien unser Leben.

Aufgeben ist nicht gut. Loslassen dagegen ist sehr gut!

Ich persönlich bin konsequent im Loslassen, wenn ich merke, eine Person tut mir nicht gut, entferne ich mich, selbst im beruflichen Leben, fühle ich in mich hinein und höre auf mein inneres, doch viele Menschen tun sich sehr schwer damit, was ich natürlich nachvollziehen kann, gerade in meinem Bekanntenkreis bekomme ich es oft mit. Es gab gewisse Situation, die für mich selbst nicht ganz so einfach waren, deshalb sehe ich’s als kleine Aufgabe, Grundlagen zum Loslassen näher zu bringen.

Es kann ganz harmlos anfangen, man möchte alte Bücher aufbewahren, Kleidung (vor allem wir Frauen kennen das doch 🙂 ), als kleiner Tipp, einmal die Woche durch die Wohnung gehen und schauen ob man diesen Gegenstand oder Oberteil wirklich noch braucht.

Eltern halten zulange an ihren Kindern fest und erschweren ihnen ein selbstständiges Leben. Sie nehmen sich die Chance, ein Leben außerhalb der „Elternschaft“ zu leben. Umgekehrt kann das natürlich auch passieren. Davon kann ich persönlich ein Lied singen 🙂 , ich hänge ganz schön an meine Mutter.

Partner oder Freunde halten zu lange aneinander fest, obwohl sie sich in eine andere Richtung entwickelt haben. Beide spüren es, die Liebe ist nicht mehr das was sie wahr, keiner möchte darüber sprechen und irgendwann kommt es dann doch aus heiterem Himmel, die Trennung und einer von beiden oder beide sind am Boden zerstört.

Genauso schwierig ist es eine langjährige Freundin loszulassen, man hat Angst sie gehen zulassen, obwohl die Freundin dir nur noch schmerz und nicht Freude bereitet. Selbst an Gedanken kann man sich festhalten oder ein schwieriger Job, der uns nur noch runterzieht, man trotzdem Angst hat, neue Wege zu gehen.

Warum fällt es uns schwer, loszulassen?

Es gibt unzählige Motive, vor allem sind wir Menschen Gewohnheitstiere. Halten an Bedingungen und Beziehungen fest obwohl sie uns schaden. Die Sicherheit ist ein biologisches verankertes Grundbedürfnis. Also halten wir einen Menschen fest, weil es einfach vertraut und bequemer ist. Man fürchtet den Verlust, die innere Leere. Man glaubt etwas zu verlieren, was man unbedingt benötigt, auch wenn dem nicht so ist. Neues ist immer ungewiss und macht uns Angst.

Die Folgen des Nicht-Loslassen

Wenn wir mit einer Situation nicht abschließen können, dann schadet es unserer körperlichen und seelischen Gesundheit. Das Thema beschäftigt uns, Gefühle werden langfristig investiert und belastende Gedanken, dadurch bremsen wir das Vorwärtskommen. Die negativen Folgen des Nicht-Loslassens können sich unter anderem in Schlafstörungen, Depressionen, innerer Anspannung manifestieren und in eine Abhängigkeit (Sucht) führen.

Das sollten genügend Gründe sein, die für ein rechtzeitiges Loslassen sprechen. Aber leichter gesagt, als getan! Das ist ja erst einmal nur eine Entscheidung und damit hat es sich ja nicht. Loslassen ist ein Prozess.

So kann das Loslassen leichter gelingen

Als erstes stelle ich mir persönlich die Frage…
Bin das wirklich ich?! Und dann noch kleine Schritte die mir helfen konsequent loszulassen!

1. Situation bewusst machen
Als aller erster Schritt mache ich mir bewusst, weshalb ich Loslassen sollte und halte die negativen Konsequenzen vom Nicht-Loslassen schriftlich fest. Ich suche mir einen ruhigen Platz, in der Natur und lasse meinen Gedanken freien Lauf.

2. Danach kommen die Ängste dran
Auf dem zweiten Blatt, reflektiere ich meine Ängste, ich denke darüber nach, weshalb ich mich fürchte loszulassen und schreibe diese dann auf.

3. Die positive Veränderung
Dann führe ich mir vor Augen, was für positive Auswirkungen das loslassen haben könnte, auf mein Wohlbefinden, auf mein Leben und auf das Weiterkommen. Manchmal ist es schwer, sich diese Perspektive zu erlauben, deshalb ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. Ich stelle mir die positiven Folgen des Loslassens und die negativen Folgen des Nicht-Loslassens gegenüber. Das halte ich dann schriftlich fest und es ist eine extrem reinigende Wirkung und damit ein erster Impuls für das Loslassen!

4. Akzeptieren
Nun folgt die Akzeptanz der Situation und damit kommt auch die Bereitschaft zum Loslassen. Ich versuche zu akzeptieren, dass nicht immer alles nach Plan läuft und arrangiere mich mit der Tatsache, dass es auf der Welt nicht immer fair zugeht. Akzeptiere dass man nicht immer alles korrekt macht und dass auch die anderen Menschen ihre Fehler haben und nicht immer das tun, was man sich von ihnen wünscht. Und im Kopf wiederhole ich den Satz, ich bin bereit loszulassen.

5. Hilfe in Anspruch nehmen
Trotz Willen kann sich das Loslassen als besonders schwierig erweisen. In solchen Fällen spreche ich mit meiner Mutter, Schwester oder einer sehr guten Freundin, die sich eventuell auch mal in so einer Lage befand oder befindet.

Lasst euch inspirieren und seit offen für neue Sichtweisen. Vielleicht können euch meine kleinen Tipps weiterhelfen und beim nächsten Versuch von loslassen gelingt es euch viel leichter.

Mit Licht und Liebe, Eure

2 Kommentare

  1. Hallo, das war ein ganz toller Beitrag. Ich habe manchmal Probleme mit dem Loslassen – aber stimmt wer fliegen will, darf nicht so viel Ballast mitnehmen. Dankö und Viele Grüße Schnien

    1. Hey Janine, vielen Dank für deine Meinung 🙂 Loslassen ist ein großes Thema. Ich bin mir sicher, wir alle werden bewusster. Sehr Gerne und alles liebe wünsche ich dir. Mit Licht und Liebe, Bianca

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