Body Talk

KÖRPER SCHANDE

Halli Hallo ihr Lieben,

ich bin zwar noch immer etwas im Prüfungsstress, aber mir brennt zurzeit ein Thema ganz besonders unter den Nägeln. Deshalb möchte ich gerne aus aktuellem Anlass einen Beitrag im Bereich Body Talk bloggen.

Und zwar ist er endlich fast überall in Deutschland mittlerweile angekommen: Der Sommer. Und was passiert alljährig wenn es warm wird? Genau, die Medien spielen verrückt. Die Klatschblätter sind voll mit Stars und Sternchen mit Cellulite und Dellen. Und die Artikulation in diesem Jahr toppt wirklich alles. Sie ist nicht nur abwertend, sondern sogar frauenverachtend. „Schenkelschande“ ist nur eines der wirklich sehr kreativen Überschriften einer allseits bekannten Zeitschrift mit der Zielgruppe junge Frauen.

Dass ich seit Jahren keine dieser Klatschheftchen mehr in der Hand gehalten habe, wisst ihr ja bereits. Aber scheinbar ist diese Zielgruppe von Lesern noch immer vorhanden. Mir erschließt sich allerdings der Sinn und Zweck darüber nicht. Was ist die Absicht solcher abwertenden Schlagzeilen? Wollt ihr uns „Normalo Frauen“ damit zeigen, dass Stars auch nur Menschen sind? Wenn das tatsächlich eure Absicht ist, dann verfehlt ihr euer Ziel aber ganz gewaltig. Denn ihr stellt nicht nur diese prominenten Frauen bloß, nein, ihr behauptet damit auch, dass 90% der weiblichen Bevölkerung eine Schande fürs Auge sei. Denn sind wir mal erlich, ein weiblicher Körper ist eben nicht makellos. Übrigens ebenso wenig wie ein Männlicher 😉

Cellulite, Dellen und Co sind das Normalste der Welt. Weder sollte den jungen Mädchen und Frauen vermittelt werden, dass solch ein Körper abstoßend sei, noch dass er in irgendeiner Form unnormal wäre. Wo kommen wir denn hin, wenn wir weiter daran festhalten, dass ein „normaler“ Frauenkörper makellos sein muss? Wieso tun wir uns das eigentlich an? Und wieso erziehen wir unsere Kinder in Richtung „Schönheitsorientierte Welt“?? Damit schaden wir uns und unseren Kindern so enorm. Warum können wir nicht endlich damit aufhören, uns ständig gegenseitig auf unser Äußeres zu reduzieren?

Mich macht es so traurig, dass dieses Thema scheinbar bei den meisten jungen Frauen noch immer nicht angekommen ist. Sei es deshalb, weil sie zurzeit das Glück haben ein makelloses Aussehen vorweisen zu können (was sich durch Schwangerschaft und Co übrigens schneller ändern kann als ihr denkt 😉 ) Oder weil sie sich durch ihren Freundes- und Bekanntenkreis beeinflussen lassen, der wiederum auf dem Bild der Medien basiert. Gerade in jungen Jahren, hat man oftmals einfach keine Lust daran, allgegenwärtige Dinge zu hinterfragen. Man nimmt es so wie es ist, und passt sich an, um nicht aus dem gesellschaftlichen Rahmen zu fallen.

Filme, wie „Embrace“, über den wir bereits berichtet haben, sowie Frauen wie Nora Tschirner und Taryn Brumfitt haben es schon längst verstanden. Das mediale Schönheitsbild der Frau muss grundlegend überdacht werden. Damit aber eine Änderung passieren kann, muss jede einzelne Frau sich Gedanken zu diesem Thema machen. Es ist gar nicht einmal so wichtig, welche Meinung du dazu hast. Wichtig ist, dass du eine Meinung hast! Und diese Meinung kann sich nur bilden, wenn man anfängt sich mit diesem Thema auseinander zu setzen.

Wir Frauen könnten viel selbstbewusster und glücklicher sein, wenn wir diesen Schönheitsdrang endlich ablegen würden. Diesen Schönheitsmythos, der Weiblichkeit, welcher in den letzten Jahrzehnten so massiv aufgebaut wurde, um uns Frauen klein und schwach zu halten. Passend zu unserem Image des schwachen aber dafür schönen Geschlechts.

Stattdessen sollten wir uns klar machen, dass es so etwas wie ein Schönheitsideal nicht gibt, bzw. nicht geben sollte. Warum auch? Unsere Individualität ist das, was uns äußerlich ausmacht. Unser Charakter verstärkt diese äußere Ausstrahlung. Sprich, wenn wir rundum glücklich sind, mit uns und unserem Körper, dann strahlen wir dies nach außen aus. Ganz egal ob mollig oder schlank, groß oder klein, mit Cellulite oder ohne. Wir sind schön, wenn wir es wollen. Und nicht wenn es uns die Medien oder die Gesellschaft sagen.

Ich für meinen Teil will gar nicht mehr schön sein. Zu mindestens nicht in der Form, wie es uns medial präsentiert wird. Jahrelang hatte ich genau wegen diesen Bildern und Meinungen ein so eingeschränktes Selbstbild, dass ich daran fast zerbrochen wäre. Und genau diese Unzufriedenheit habe ich jahrelang ausgestrahlt. Ich habe mich kaputt gemacht, nur um so auszusehen, wie es von mir erwartet wird. Mit der schlussendlichen Erkenntnis, dass ich die Schnauze voll davon habe mich anzupassen. Wer mich nicht mag, wie ich bin, der kann mich mal 😉

In diesem Sinne, THINK ABOUT IT!

Du hast bereits eine Meinung zu diesem Thema? Dann schreib sie mir doch unter den Beitrag in den Kommentaren. Ich bin echt gespannt, wie ihr das seht, geht euch dieses ständige Schönheitsgedöns auch langsam auf die Nerven, oder spielt ihr gerne Barbie und Ken 😉 ?

 

 

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