Spiritualität

FREUNDLICHKEIT

Als Freundlichkeit bezeichnen allgemeiner Sprachgebrauch und Sozialpsychologie: „Das anerkennende, respektvolle und wohlwollende Verhalten eines Menschen, aber auch die innere wohlwollende Geneigtheit gegenüber seiner sozialen Umgebung.“

Ihr Gegenteil ist die Feindseligkeit oder Aversion.

So, die Definition von Wikipedia haben wir schon mal 😉 , aber was bedeutet Freundlichkeit in der Umsetzung, sprich in unserem Alltag?!

Für mich persönlich bedeutet es vor allem die Fähigkeit zu besitzen, mit anderen Menschen gut umzugehen. Selbst mit denen ich nicht ganz so warm bin! Insbesondere meinem gegenüber wie einem Freund zu begegnen.

Im Alltag wird unter Freundlichkeit verstanden, höflich und zuvorkommend zu sein. Freundlichkeit kommt aber vom Ausdruck „Freund“!! Freundlichkeit sollte ein Ausdruck menschlicher Nähe und Verbundenheit sein. Eine Mischung aus Liebe und Höflichkeit, aus innerer Verbindung und rücksichtsvollem Verhalten und Hilfsbereitschaft.

Mir ist schon sehr oft aufgefallen, dass mein freundliches Wesen falsch interpretiert wird. Was ich persönlich sehr schade finde. Vor allem die liebe Männerwelt denkt oftmals automatisch, dass man andere Absichten hat, als nur freundlich zu sein. Aber da muss ich die Männer eines Besseren belehren. Freundlichkeit sollte man nicht mit Interesse oder Flirten verwechseln. Damit kommen wir schon zum nächsten Punkt:

Was ist der Kern von Freundlichkeit?

Wir verwenden das Wörtchen „Freundlich“ als eine Art Höflichkeitsfloskel. Aber welche Bedeutung hat es für uns im Alltag? Sagen wir einfach so „du bist freundlich“, oder steckt mehr dahinter??

Für mich sind Menschen freundlich, wenn sie sich zuvorkommend und angenehm im Verhalten zeigen. Das zeigt meistens schon der erste Eindruck. In meinen Augen ist es unumstritten, dass es von Vorteil ist, nett und freundlich zu sein, egal in welcher Lebenslage man sich befindet! Freundlich sein sagt natürlich nichts Konkretes über das Wesen eines Menschen aus. Trotzdem enthält es eine positive Wertung. Wer seinen Mitmenschen freundlich gegenüber tritt, erscheint selbstbewusster, kann besser argumentieren und besser dagegen halten. Oft ist mir jedoch aufgefallen, wer freundlich ist, wird zwar gemocht. Aber in Wirklichkeit traut man ihm nicht gerade viel zu…

Freundlichkeit bedeutet Verbundenheit.

Freundlichkeit ist vor allem ein Umgang mit sich selbst und mit anderen Menschen. Und bedeutet auch, dass wir wissen, wir sind mit allen Menschen verbunden. Wir sind auf der tiefsten Ebene eins! Indem wir eine Herz zu Herz Verbindungen herstellen. Denn dann ist eine Grundbasis da. Freundlichkeit bedeutet somit auch, Wohlwollen für unseren gegenüber. Dies fängt schon an, wenn wir einem Menschen einen Guten Tag wünschen. Jedoch bin ich der Meinung, dass selbst solch eine alltägliche Floskel von Herzen kommen sollte.

Freundlichkeit bedeutet auch, dass man weiß, dass es Menschen gibt, die sich eigenartig verhalten. Verletzend auf uns wirken, in unseren Augen falschen Dinge tun, eventuell auch in ethischer Hinsicht, oder einfach nur für uns nicht nachvollziehbar handeln.

Menschen machen falsche Dinge, weil sie selbst verletzt wurden. Aus gekränkten Situationen entstehen unüberlegte Handlungen. Aus falschem Wissen können Menschen sich nicht richtig verhalten.

Aber in der Tiefe strebt jeder Mensch danach Liebe zu nehmen und auch zu geben! Freundlichkeit stammt von einem positiven Weltbild. Die Handlungen einer Person beruhen meist auf Erfahrungen aus ihrem bisherigen Leben. Und auch wenn uns dieses Handeln nicht gefällt, bedeutet es nicht, dass es falsch, oder schlecht ist. Um auf die nächste Ebene der Freundlichkeit zu kommen, sollten wir uns fragen, „Warum handelt diese Person so? Worum geht es ihr?“ Oftmals steckt hinter unüberlegtem Handeln ein Schrei nach Liebe und Wertschätzung.

Faktor Höflichkeit.

Ein weiterer Aspekt der Freundlichkeit ist die Höflichkeit. Sprich, mit unserem gegenüber höflich umzugehen. Versuchen auf emotionale und verbale Artikulation zu verzichten. Auch wenn es uns in einigen Situationen nicht immer leicht fällt 🙂 Damit gemeint ist auch der Umgangston.

Freundlichkeit beginnt schon damit, einer älteren Dame den Platz anzubieten, einen uns unbekannten Menschen zu begrüßen oder die Tür aufzuhalten. Freundlichkeit heißt zu schauen, was braucht der andere und wie kann ich ihm helfen. Ihm freundlich zu begegnen, selbst wenn er dich einst gekränkt hat. Und nicht nach dem Prinzip „Wie du mir, so ich dir“, mit gleicher Münze, alles heimzuzahlen. Vielleicht hat es die Person aus Nachlässigkeit getan. Manchmal bedeutet es aber auch ehrlich zu sein und die Grenzen aufzuzeigen. Wir sollten unsere Meinung klar äußeren. Es ist hilfreich, offen und ehrlich zu sein, ABER dennoch mit einer gewissen Freundlichkeit.

Sei du selbst, und sei freundlich. Und dein gegenüber wird es auch sein!!

Wir sollten zu uns selbst freundlich sein. Zu unseren Mitmenschen und am liebsten zu der ganzen Welt. Wir sollten mehr Gedanken darüber machen, ob wir dadurch nicht erfüllter Leben würden. Freundlichkeit aus der Tiefe unseres Wesens und der Verbundenheit mit der Welt. Freundlichkeit als Ausdruck Gutes zu tun und anderen Gutes zu wünschen. Für andere Gutes zu bewirken. Aus der tiefen Überzeugung, jeden Mensch zu respektieren und wertzuschätzen.

 

Ich hoffe, ich konnte euch inspirieren bewusster mit Freundlichkeit umzugehen.

Mit Licht und Liebe,

 

3 Kommentare

    1. Hallo Viktor, ich persönlich würde solchen Menschen aus dem Weg gehen. Es bringt nichts deine Energie an solche Menschen zu verschwenden. Sei trotzdem weiterhin freundlich und meide die Person. Wann immer du es mit jemanden zu tun hast, der dich schamlos ausnutzt oder dich offensichtlich nicht respektiert, ist die einfachste Reaktion darauf, für gewöhnlich auch die Beste: Gehe der Person, die dir das Leben schwer macht aus dem Weg! Je weniger Zeit du mit dieser Person verbingst, desto geringer ist die Warscheinlichkeit dass er/sie dich verletzen und deine Freundlichkeit ausnutzen kann. Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen. Viel Glück und lass dich für keinen verbiegen. So wie du bist, du bist genau richtig so! Deine Bianca

    2. Ich würde sagen: es ist keine Freundlichkeit mehr, sondern eine Schwäche, wenn du dich ausnutzen lässt. Wir sollten zwar eine freundliche Haltung der Welt gegenüber haben, aber schon auch unterscheiden können, welchen Menschen wir wie begegnen müssen, um und nicht selbst zu schaden. Die Selbstachtung und Selbstliebe als Basis, dann kommt natürlich Freundlichkeit automatisch, die sich aber nicht ausnutzen lässt. (-;

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