Bewusstsein Feminismus

FEMINISTISCHE HAUSFRAU

Ist die Kombination von „Feministin“ und „Hausfrau“ überhaupt möglich?

Ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass auch bei Feministinnen ab und an mal Hausarbeit anfällt.

  • Aber wie geht man mit Hausarbeit in einer Partnerschaft um?
  • Sind moderne Beziehungen im Punkt Hausarbeit gleichberechtig?

Mit diesen Fragen möchte ich mich in meinem heutigen Beitrag beschäftigen.

Aber zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich mich erst seit sehr kurzer Zeit als Feministin bezeichne. Der Grund dafür ist, dass ich mich vorher nie mit dieser Thematik beschäftigt habe. Leider hatte ich auch nicht das Glück, dass das Thema Feminismus mir in meiner frühen Jugend zufällig über den Weg gelaufen ist. Sprich in der Schule, oder medial. Vielleicht habe ich aber auch aus Desinteresse nicht auf feministische Beiträge geachtet.

Erstmals aktiv mit dem Feminismus beschäftigt habe ich mich erst, seit ich an meiner Bachelor Thesis schreibe. Und ich bereue es sehr, dass ich mich nicht schon viel früher damit auseinander gesetzt habe.

Warum ich es bereue?

Na ganz einfach. Denn dann wäre ich einiges in meinem bisherigen Leben anders angegangen.
Diesen Beitrag widme ich dem Thema Haushalt. Dies ist aber nur einer der Bereiche im Leben, welche man mit feministischen Hintergrundwissen anders angehen kann.

 

Ein kurzer Blick in meine Kindheit und Jugend

Ich hatte nie ein großes Fabel für Rosa, und in meiner Freizeit fuhr ich lieber mit den Jungs aus der Nachbarschaft Fahrrad, als mit den Mädchen Puppen zu spielen. Den Barbie Puppen, die ich hatte, verpasste ich auch öfters mal einen modischen Kurzhaarschnitt. Das tat ich dann mit 5 Jahren übrigens auch bei mir selbst 🙂

Schon im Grundschulalter war ich sehr selbstständig. Meine Brote für die Schule schmierte ich mir selbst. Und auch als ich älter wurde übernahm ich freiwillig viele Aufgaben im Haushalt. Meine Eltern haben schon immer viel gearbeitet, so war es für mich selbstverständlich meinen Teil im Haushalt beizutragen.

Da ich es nicht anders kannte, war es auch ganz normal für mich. Das war mein Alltag. Ich war sehr früh sehr selbstständig. Und das bereue ich in keinem Maß.
Ständig Selbstständig

Als ich geheiratet habe, machte ich nichts anderes, als schon mein ganzes Leben zuvor. Ich übernahm sofort selbstständig die Verantwortung für den Haushalt. Ich kannte es nicht anders. Und ich hinterfrage dieses Verhalten auch nicht. Es war für mich Selbstverständlich. Mein Mann hat mich nie in diese Rolle gedrängt.

Diesen Schuh habe ich mir ganz alleine angezogen.

Und ich bin mir sicher, dass es vielen anderen Frauen da draußen genauso geht. Denn auch hier heißt es wie überall im Leben „Unwissenheit schützt nicht vor Strafe“

Deshalb gebe ich persönlich die Schuld ganz und gar nicht den Männern. Denn wenn wir mal ehrlich sind, würden wir es nicht genauso tun?
Was wäre, wenn es anders herum wäre? Was wenn der Mann, ohne dass man ihn darum bitten müsste, von vornerein die Verantwortung für den Haushalt übernehmen würde?
Wir würden es genauso hinnehmen. Warum auch nicht? Warum es sich schwerer machen, wenn der Partner das Ruder freiwillig übernimmt.

Natürlich sind wir Frauen nicht komplett alleine Schuld daran, dass wir uns oftmals so verhalten. Es hat noch immer viel mit den Gesellschaftsnormen zu tun, welche noch immer stetig vermitteln, dass die Frau in die Küche gehört, und den Haushalt und die Kindererziehung übernehmen sollte. So emanzipiert wir Frauen auch heutzutage sind, es ist noch kein Jahrhundert her, da war es noch ganz anders. Und diese Einstellung ist nun mal noch immer in den Köpfen der Menschen verankert.

Das heißt wir müssen zunächst einmal umdenken, bevor wir unser gesellschaftlich erlerntes Verhalten weiterführen. Und sogar an unsere Kinder weitergeben.

Wie in allen Bereichen, gibt es auch Ausnahmen.

Ist der Mann beispielsweise, aus welchen Gründen auch immer, Alleinverdiener. Es soll Frauen geben, die freiwillig lieber Hausfrauen sind, als arbeiten zu gehen. 😉
Dann ist es natürlich nur fair, dass die Frau sich größtenteils um den Haushalt kümmert. Denn alles andere wäre hier wiederrum unfair.

Wie wir sehen ist Gleichberechtigung viel mehr, als nur für die Frau gedacht. Auch Männer sollten gleichberechtigt behandelt werden. Man muss also stets abwägen, was Gleichberechtigung in der gerade bestehenden Lebenslage bedeutet.

Was ist denn aber nun die Kernaussage meines Beitrags?

Ganz einfach. Wir Frauen müssen öfter einmal hinterfragen, was wir machen und warum wir es machen. Ebenso wichtig ist es, ob wir es unser ganzes Leben so weiter machen wollen?
Dabei ist die Bereitschaft der Männer, sich aktiv im Haushalt zu beteiligen, zu mindestens in Deutschland, höher als jemals zuvor.

Wir müssen uns nur darauf einlassen.

 

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