Body Talk

BODY SHAMING

Ach ja, wie oft in meinem Leben habe ich es schon verspürt, „Body Shaming“.

Übersetzt ins Deutsche, nichts anderes als „Körperschande“, bzw. sich für seinen Körper zu schämen.

Aber wieso schämt man sich denn für seinen Körper? Die meisten von uns können noch nicht einmal etwas dafür, wie sie aussehen. Die sogenannte „Schönheit“ ist eben nicht immer gerecht verteilt worden. So ist die ein oder andere Frau damit gesegnet, dass sie essen kann was sie will, ohne nur ein Gramm zu zunehmen. Manch andere aber bereits beim bloßen Anblick einer Torte, zunimmt. Auch unsere Statur ist größtenteils genetisch bedingt. Zwar kann man seinen Körper durch Sport und eine ausgewogene Ernährung „formen“, jedoch auch nur bis zu einem gewissen Punkt.

Und obwohl wir dessen bewusst sind, schämen wir uns trotz allem für unseren Körper und versuchen unsere „Problemzonen“ zu kaschieren oder gar zu reparieren.

Und warum? Weil ein gutes Aussehen heutzutage schon fast als Lebensnotwendig gilt. Wer von Natur aus nicht so aussieht, wie das aktuelle Schönheitsideal es vorgibt, MUSS eben nachhelfen. Und es bringt auch nichts, es sich schön zu reden. Denn verweigert man sich dem Schönheitswahn gilt man in unserer Gesellschaft schnell als „faul“, „undiszipliniert“ und im besten Fall „gewöhnlich“. Und was wollen wir alle nicht? Richtig, „0-8-15“ sein. Wir wollen individuell und begehrenswert sein. Deshalb machen wir diesen ganzen Schönheitsscheiß auch mit.

Bis zu einem gewissen Maß finde ich das sogar voll und ganz in Ordnung. Die anhaltende Fitness Body-Shaping-Welle hat nun wirklich nicht nur Fitness Opfer zu vermerken. Viele von Natur aus faule Menschen, so wie ich, wurden mit der Welle mitgerissen und somit animiert Spaß am Sport zu entwickeln. Das hätte ich persönlich vor noch 5 Jahren so gar nicht erwartet. „Das ich jemals Spaß am Sport erfahren würde… ausgeschlossen“. Aber tatsächlich war es so, und heute kann ich mir Sport und gute Ernährung gar nicht mehr aus meinem Alltag weg denken. Und zwar, weil ich gemerkt habe, dass ich mich viel wohler fühle als früher. Ich bin ausgewogener, entspannter und aktiver geworden. Zudem kann ich viel mehr essen als früher 🙂

Ergo: Wer sich tatsächlich unwohl fühlt in seinem Körper, und das nicht bezogen auf sein Gewicht oder seine Form. Sondern tatsächlich auf die innere Verfassung, der sollte eventuell überlegen etwas zu ändern. Nicht für ein perfides Schönheitsideal, sondern tatsächlich für mehr Lebensqualität.

Und ich will hier auch keinen dazu animieren, nicht mehr zum Friseur zu gehen, oder immer in den gleichen Klamotten herum zu laufen. Nein, absolut nicht. Ich möchte nur daran appellieren ein gesundes Körperbewusstsein zu entwickeln. Sich lernen, so wohl zu fühlen, wie man ist. Und wenn man sich nicht wohl fühlt in seinem eigenen Körper, sollte man etwas ändern. Jedoch meine ich damit nicht den Gang zum Beauty Doc, sondern eher ein bewussteres Leben zu führen. Gerade mit guter Ernährung kann man schon viel erreichen. Eine Schönheitsbehandlung nach der nächsten wird nicht viel mehr bringen, als zu einer Sucht zu werden. Man gibt sich nicht zufrieden mit seinem Aussehen und will immer mehr. Bis man irgendwann den Blick dafür verliert, wer man ist, und was an einem schön war.

Dabei muss man sich nur darüber klar werden, dass wir alle von Grund aus verschieden sind. Warum sollten wir denn dann alle gleich aussehen? Jeder von uns hat etwas, was ihn schön macht. Etwas was ihn ausmacht. Und so abgedroschen es klingt, Schönheit kommt zu einem gewissen Teil von Innen. Menschen, die eine innere Schönheit besitzen, strahlen diese auch nach außen aus. Was nutzt mir eine schöne Schale, mit einem leeren Inhalt? Eben, Garnichts. Es bringt nichts, sich äußerlich so anzupassen, und zu verändern, dass man dem Rest der Welt gefällt. Denn es macht dich innerlich leer. Und im Endeffekt bleibt nur noch Oberflächlichkeit. Denn keiner verbringt gerne Zeit mit Menschen, die nur äußerlich schön sind.

Also hör auf, dich für dich und deinen Körper zu schämen. Ändere deine Einstellung zu deiner Umwelt und verändere dich nur so weit, dass du dich wohl fühlst. Versuche dir und deiner Persönlichkeit treu zu bleiben und dich nicht für einen absurden Schönheitstrend zu verbiegen. Steh zu dir und deinem Körper, und erfülle ihn mit dem, was er verdient: mit Liebe.

In diesem Sinne, be yourself!

 

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